Stupid me!
Gestern und heute war ich damit beschäftigt mein Zimmer neu zu gestalten. Ich habe ziemlich viel weggeschmissen. Aber vor allem habe ich farblich etwas verändert. Meine Wände sind nun weiß und grün gestrichen. Da mein Zimmer ja etwas verwinkelt ist, sieht das, finde ich, ganz gut aus. Und zu meinem Sofa passt das grün perfekt. Außerdem hab ich auch neue Vorhänge bekommen. Die sind dunkelgrau und stellen 'nen super Kontrast zu den Wänden her. Und der Farbton ist in etwa der selbe wie der meines neuen Teppichs. Morgen muss ich dann noch fertig aufräumen und dann passt hoffentlich alles und ich bin am Ende wirklich zufrieden.

Da ich gestern so fertig von dem ganzen Streichen war, war ich leider auch nicht mehr lange on, so dass ich auch nicht mit D. schreiben konnte. Ich schrieb ihm dann aber eine kurze Nachricht auf die er dann auch geantwortet hat. Und der Inhalt war wirklich süß. 

Heute habe ich wieder gemerkt wie schnell mir etwas zu viel werden kann. Mit dieser ganzen Arbeit in meinem Zimmer. Irgendwann verschwindet einfach die Motivation und ich habe gar keine Lust mehr. Aber es hat ja dann doch noch so weit geklappt. Heute hatte ich wieder mehrere kleine Reibereien mit meiner Mutter. Das macht mich jedes mal wirklich fertig. Und trotzdem verstehen wir uns sofort wieder.
Nur heute, heute kam ich mir wirklich so verloren vor. Wegen allem. Ich ging nach draußen, es hat geregnet. Wie aus Eimern geschüttet hat es. Ich bin draußen rumgelaufen. War pitschnass. Konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Wollte weg. Einfach irgendwie weg. Raus aus meiner Haut am besten. Doch ich ging wieder ins Haus. Das Leben ging weiter.

L. kam heute wieder vorbei. Einfach so - unangemeldet und aufdringlich wie immer. Ich will da eigentlich gar keinen großen Kontakt. Aber trotzdem kommt sie immer wieder und lässt nicht locker. Ich fühle mich dann schon immer schlecht wenn ich so abweisend bin, nur, was soll ich denn machen? So tun als würde ich mich freuen? Und das ständig... das wäre erstens falsch und zweitens fühle ich mich dabei unwohl. Ich kenne sie und ihren Charakter.
Es macht mich nur so sauer, dass sie so ist und nicht damit aufhört. Es macht mich sauer das es in meinem Umfeld so viele Menschen sind mit denen ich nicht klar komme, nicht klar kommen kann, weil ich es eben nicht will. Weil sie hinterhältig und gemein, rücksichtslos und niveaulos sind. Weil ich mich nicht wohl fühlen kann in dieser Gesellschaft. Ich rede jetzt vor allem auch von meiner Verwandtschaft. Aber eben nicht nur. Manchmal würde ich einfach nur gerne in der Anonymität der Großstadt untertauchen. Das schlimmste ist, wenn meine Privatsphäre nicht geachtet wird, wenn sie diese "Grenze" überschreiten. Ich hasse es wie sie alle über mich reden, meinen Bescheid zu wissen. Wie sie mich bemitleiden. Ich hasse es, was ich meine, was sie denken, hasse was sie sind. Aber ich lasse mich nicht dazu hinreißen ihnen das zu sagen. Zugegeben ich würde es mich wohl nicht trauen. Aber ich verspüre ja nicht mal das Bedürfnis danach. In der Ferne mein Glück suchen. Manchmal wünschte ich mir wirklich so etwas wie einen Neustart irgendwo wo niemand meinen Namen kennt.
3.9.09 22:07


Vielleicht ist es meine familiere Situation die an meiner Perfektionssucht Schuld ist. Vielleicht ist genau das der Punkt. Wenn ich mich so zurückerinnere, war ich denn jemals so richtig zufrieden? Spürte ich nicht schon als Kleinkind diese ständige Sehnsucht. Eine Sehnsucht nach etwas das ich gar nicht kannte, noch immer nicht kannte. Auch wenn es nun schon gewisse Umrisse zeigt. Ich erinnere mich daran. Ich kann mich kaum an meine ersten Lebensjahre erinnern. Das ist ja ganz natürlich. Aber so ab dem Alter von, ich glaube, drei Jahren, später kann es nicht sein. Da hat sich doch etweas eingeprägt. Neben dieser Erinnerung wie ich mit meinem Großvater auf einem Gehweg unterwegs bin.. dieses Bild hat sich in mein Gedächtnis gebrannt, ohne das ich genau weiß wie es um mich herum aussieht, ohne die Situation zu kennen, ohne irgendetwas zu wissen. Ich weiß nur, dass er und ich mit meinem Kinderwagen neben uns auf einem Gehweg sind. Ich laufe ein kurzes Stück voraus, eine kleine Erhebung runter. Dann laufe ich wieder zurück. Ich fühle mich wohl. Das ist alles was ich weiß. Aber es ist eine starke Erinnerung. Neben dieser Erinnerung existiert noch eine Erinnerung an das Gefühl der Unzufriedenheit, vor allem der Sehnsucht. Keine Situationen nichts. Nur das Gefühl, das immer schon da war, aber erst seit einem einscheidenden Ereignis. Das wird mir jetzt erst klar. Mit diesem Gefühl verbinde ich immer schon das Bild von mir als kleinen vierjährigen Jungen wie ich auf der Eckbank am Küchentisch sitze und gedankenversunken, melancholisch, mit hängendem Kopf mein Puzzle spiele. Der Umzug. Vielleicht ist das alles wirklich der Grund für das wie ich heute bin. Der Umzug war der Startschuss. Ich fühle mich nicht in der Lage nun alles aufzuschreiben. Ich weiß gar nicht ob es überhaupt jemals möglich sein wird. Der ganze Umfang, alles was damit verbunden ist. Vielleicht irgendwann. Ich glaube, bis jetzt verstehe ich noch gar nicht alles. Nur einem bin ich mir nun bewusst, seine Umwelt hat Einfluss darauf wie man sich entwickelt. Ich habe mich immer gegen diese These gesträubt. Freiheit als oberste Priorität. Ich als Individuum. Ich habe eine eigene Meinung. Doch war das immer so? Selbstverständlich nicht. Aber es ist möglich daraus auszubrechen. Weil ich mich diesem Einfluss entziehen kann, nicht räumlich, aber geistig. Ich weiß wo das "Problem" liegt. Und welcher Gedanke kommt nun in mir auf? "Ich werde alles besser machen." Doch, wie viele Menschen, vielleicht, sicher sogar, meine Eltern auch, hatten diesen Gedanken schon? Eines ist ganz wichtig: Mein Leben gehört mir. Und ich kann es steuern, bis zu einem gewissen Punkt zumindest.
Der Anlass weshalb das gerade so in meinem Kopf herumspuckt ist der heutige Tag. Wir waren auf so einem Volksfest mit 'ner Ausstellung - die ich wirklich schrecklich - aber mein Vater toll fand. Ich habe mir stundenlang dieses Zeug angesehen. Und dann danach war es wieder mal ein Kampf, das zu bekommen was ich will. Ich wollte nur in ein Geschäft meinen Teppich und Wandfarbe - von meinem selbstverdienten Geld - kaufen. Mein Vater war dagegen. Wieder einmal. Ich verstehe nicht wo da das Problem liegt, und noch weniger verstehe ich wieso man deshalb streiten kann. Ich finde es schade dass ich immer "laut" werden muss um das zu bekommen was ich will. Ich bekomme eh nicht was ich will. Ich will glücklich sein. Doch wenn ich das schon nicht haben kann, dann will ich wenigstens einen Ersatz. Und heute war das eben der Teppich und die Wandfarbe. Ich weiß, dass ist erbärmlich. Ich bin froh, dass ich nun wenigstens verstehe woher das alles kommt. Ich will so nicht sein. Ich meine, vor allem wegen meiner Perfektionssucht und allem was damit verbunden ist. Das ist zu viel. Ich habe gerade den Film "Allein unter Töchtern" gesehen. Darin lautet ein Zitat: "Ich hatte ein Ziel. Ich habe alles getan um es zu erreichen. Als ich es dann schaffte, fühlte es sich gar nicht gut an." Das passt ganz gut, finde ich. Meine Erfolge brachten nicht dieses Glück das ich suche. Nie. Noch nie.
Ich muss mich von so vielen Gewohnheiten verabschieden. Ich muss einfach. Etwas muss ich ändern. So geht es nicht weiter. Ich laufe gegen die Wand. Und je öfter ich gegen eine Wand stöße desto härter wird sie, irgendwann geht es nicht mehr weiter. Und dann, was ist dann? Vor kurzem habe ich in einem Blog etwas dazu gelesen, zumindest so ähnlich. Ich erinnere mich noch haargenau an den Wortlaut, der war "Dein ganzes Leben steckst du in dem Labyrinth fest und denkst daran, wie du ihm eines Tages entfliehst, und wie geil dann alles wird, und die Vorstellung von dieser Zukunft hält dich am Laufen, aber am Ende tust du es nie. Du hast die Zukunft einfach nur benutzt, um aus der Gegenwart zu fliehen." Ich weiß nicht, wie oft ich diese Sätze gelesen habe, sehr, sehr oft. Ich weiß nur leider nicht mehr aus welchem Blog sie stammen.

Gerade habe ich einen sehr schönen Dialog über Herz und Verstand und den Endsieg des Herzens. Da kommt mir der Gedanke, selbst wenn der Verstand siegt, vielleicht siegt das Herz dann doch. Denn wenn der Verstand jemals gegen das Herz kämpfen musste, dann gab es einen Grund. Das Herz kämpft nicht grundlos. Es bleibt eine Leere, eine Leere, eine Sehnsucht die der Verstand nicht begreifen kann. Hat das Herz nicht doch gewonnen? Nein, wohl nicht. Aber "Rache ist süß". Das Herz hat die Macht über den Verstand. Das Gefühl, die Sehnsucht bleibt.

Ich habe gestern das Buch "der Vorleser" ausgelesen. Dieses Buch ... ich kann so viele Parallelen zu mir selbst herstellen. Im Moment habe ich vor allem eine im Kopf. Die Hauptperson gibt sich die Schuld an etwas und eigentlich ist das falsch. Denn er war nicht schuld. Er hat nichts getan. Er gibt sich die Schuld daran, "sie" enttäuscht zu haben, sie gehen lassen zu haben. Doch er hat sie nicht gehen lassen, sie hat nichts gesagt, sie ist ohne ein Wort verschwunden - einfach so. Er macht sich noch nach Jahrzehnten Vorwürfe. Dabei muss ich an "unseren" letzten Abend denken. Ich mache mir Vorwürfe zu wenige Gefühle gezeigt zu haben. Verschwommene Worte, die nicht an mein Ohr dringen konnten. Seinerseits und meinerseits. Eine Umarmung, die sich nicht richtig anfühlte. Dabei hätte ich ihn am liebsten gedrückt, umklammert, nie wieder losgelassen. Ich wollte ihn nicht gehen lassen. Ich wollte ihn. Ihn. Ihn. Ich wollte ihn in meine Arme schließen, in mein Herz. Nicht einmal in die Augen konnten wir uns noch sehen, nicht mal den Bruchteil einer Sekunde. Kaum war ich aus der Tür rannen wir die Tränen übers Gesicht. Es war dunkel, der Schnee knirschte unter meinen Füßen. Das Licht der Straßenlampen hatte ich bald hinter mir gelassen. Wie lange meine Lippen sich noch nach den seinen verzehrten... Es hätte wohl keinen Unterschied gemacht, wenn ich mich an diesem Abend anders verhalten hätte, aber .. ich weiß es nicht.
1.9.09 23:47


Letzte Nacht hatte ich dann noch bis drei Uhr mit D. gechattet. Es tat mir einfach nur gut! Wir verstehen uns so gut. Wir können über so vieles reden. Über den größten Schwachsinn, unsere Erfahrungen und Gefühle aber auch eine ernste Diskussion ist drin'. Als ich dann beschlossen hatte endlich schlafen zu gehen dauerte es auch noch einige Zeit bis wir uns tatsächlich voneinander "verabschiedet" haben. Heute hat er mir zwei ganz liebe Mails geschrieben.

Als ich wach geworden bin, bin ich noch lange liegen geblieben und habe an ihn gedacht. Am liebsten hätt ich ihn da gehabt und mich an ihn gekuschelt. Das ist komisch. Eigentlich kennen wir uns doch gar nicht. Real. Das ist alles nur eine Art Wunschvorstellung. Und doch ist es mittlerweile sehr "intensiv". Ich glaube nicht das es so intensiv werden kann wie wenn man sich "real" kennen lernt wenn das alles nur auf Chatten basiert. Es entgeht einem ja so vieles. Und natürlich weiß man auch nicht wie es dann wäre zu zweit, ob man wirklich gut klar kommen würde. Nur ich denke, unsere Gespräche sind eine gute Grundlage.. und sie haben in mir auch etwas bewegt.
Es ist schwierig. Ich sage jetzt mal so, ich weiß das ich mich wahrscheinlich sehr gut mit ihm verstehen würde wenn wir aufeinander treffen würden und das ich mir auch mehr vorstellen könnte. Aber das kann man so nicht wissen, dazu gehört einfach noch mehr.
Ich will mir ja nichts vormachen. Ich kann da in alles auch einfach zu viel hineininterpretieren, das ist gut möglich. Und wenn nicht, dann muss sich das alles erst noch entwickeln. Wir müssen uns erst einmal richtig kennen lernen... Auf jeden Fall braucht es Zeit. Und ich muss versuchen mir keine großen Hoffnungen zu machen. Am besten wäre es gar nicht erst darüber nachzudenken. Aber was soll ich denn machen?

Ich war heute mit J. in der Stadt. Es war wirklich schön. Sie hat mir aus dem Urlaub ein Geschenk mitgebracht. Ein Armband. In der Stadt haben wir nicht sehr viel gemacht, aber wir waren im Kino. Haben uns "Selbst ist die Braut" angesehen. Der Film ist wirklich sehenswert. Lustig-romantisch-traurig. Alles in einem. Ich habe richtig mitgefühlt und mich in die Geschichte reingesteigert. Ein sehr schöner Film seit langem.
Ich habe mir dann auch noch ein neues Duschgel und Deo und zwei Zeitschriften gekauft. Eine der Zeitschriften fand J. nicht so toll, was ja nicht weiter schlimm ist. Das ist mir egal, nur dann hat sie mich so "bedrängt". Ich kam mir zumindest bedrängt vor ... warum ich die lese und das sie das nicht verstehen kann. Dann hab ich sofort wieder so auf "kalt" und "abweisend" umgestellt. Ich weiß das das nicht gut ist. Aber ich kann da auch nicht anders. Ich mag es einfach nicht wenn jemand zu sehr in mich dringt.

In einer der Zeitschriften habe ich auch etwas über Zivildienst und Wehrpflicht gelesen. Das ist einfach nur eine riesen Ungerechtigkeit. Ich meine, wieso müssen Frauen gar nichts ableisten? Wieso das in der Vergangenheit so war ist mir natürlich klar, aber in der heutigen Zeit wo sich so vieles "geändert" hat, sollte hier eigentlich auch Gleichberechtigung herrschen. Es macht mich wütend, wie sehr in dieser Sache in das Privatleben eingegriffen wird. Von wegen "Freiheit". Diese Einberufung kann beruflich so einiges zerstören, abgesehen von der Tatsache das man nicht nach seinem eigenen Willen handeln darf.

Außerdem habe ich mich dann heute endlich mit C.'s Mail beschäftigt. Er schreibt darin unter anderem darüber, dass er früher oft unmotiviert war und sich so zu nichts aufraffen konnte, wenn er es aber doch schaffte, war es meist ein großer Spaß. In diesen Zeilen erkenne ich mich wieder.
31.8.09 22:55


Heute habe ich endlich angefangen zu lernen. Zwar nicht so viel wie es wohl gut wäre. Aber immerhin.
Seit Stunden schreibe ich nach langer Zeit wieder mal mit D. Es ist ein sehr schönes, vielseitiges Gespräch. Es macht mich glücklich. Nur er erzählt so viel von seinem Exfreund.  Ich finde es gut das er ihn in gewisser Weise noch im Herzen behalten hat. Nur ich habe Angst permanent mit ihm verglichen zu werden. Aber das ist wahrscheinlich auch normal. Ich will ganz einfach kein Ersatz sein, sondern ich selbst. Ich für ihn. Aber so weit sollte ich eigentlich gar nicht denken. So weit ist es noch lange nicht. Wird es überhaupt einmal so weit sein?
Es gab gerade wieder einen Teil unseres Gesprächs der durchblicken lies das da gegenseitiges "Interesse" herrscht. Interpretiere ich da immer zu viel hinein? Ich weiß es nicht. Dieses Mal war es aber schon direkter als die anderen Male.
C. habe ich gar nicht mehr auf seine Mail geantwortet. Jetzt hab ich irgendwie ein schlechtes Gewissen, weil er hat ja gesehen das ich noch on war. Aber was solls. Morgen dann. Irgendwie kann ich mich da jetzt auch nicht so darauf konzentrieren.
Ich bin froh das ich wieder mal mit D. schreibe. Es ist einfach schön.
31.8.09 01:34


Heute habe ich endlich mein Zimmer fertig aufgeräumt. Jetzt bin ich eigentlich wieder ganz zufrieden soweit. Ich hab mir nun auch einen Lernplan gemacht, was ich bis die Schule wieder losgeht noch schaffen muss. Ob ich mich dazu motivieren kann? Muss ich dann wohl ab morgen. Ich denke, ich bin ganz froh wenn meine Schulzeit dann nächstes Jahr zu Ende ist, auch wenn ich so eigentlich ganz gerne in die Schule gehe.
D. ist wieder zurück und hat mir eine Mail geschrieben. 
Ich habe keine Lust übernächsten Samstag wegzugehen. Und auf die Abschlussfahrt vergeht mir auch immer mehr die Lust.
29.8.09 22:39


Heute war ich mit N., T. und A. in der Stadt. Es war schön. Wir haben in ein paar Läden rumgeschaut und waren dann auch noch ziemlich lange in einer Bar. War recht lustig.
Ich bin immer noch ziemlich unsicher was meinen baldigen ersten Discobesuch angeht. Gott, wieso kann man aus so etwas ein Problem machen? Das ist aber echt wieder typisch für mich. Nur, ich finde, ich bin da zu verklemmt für. Und so wirklich Lust da drauf habe ich um ehrlich zu sein nicht. Aber ich kann ja nicht immer zu allem "Nein." sagen. Meine Freunde freuen sich ja auch schon. Da muss ich wohl durch und vielleicht wirds ja doch ganz lustig.

Meine Verwandten streiten schon wieder die ganze Zeit. Das ist echt unnötig. Finde ich, aber scheinbar sehen die das anders. Schlimm ist nur, das im Endeffekt meine Mutter wieder unter dem ganzen Theater leidet.

Heute habe ich wieder sehr intensiv über A. nachdenken müssen. Eben auch weil wir unter anderem in dieser einen Bar waren, die für mich doch irgendwie wieder mit Erinnerungen verbunden war. Ich fine es nicht mehr schlimm. Es tut nicht mehr weh. Darum bin ich froh und dankbar. Das faszinierende ist nur wirklich, dass diese Gefühle nicht ganz vergangen sind. Nur sie sind ganz anders als sie früher waren. Da ist nicht mehr dieses Gefühl des Verliebtseins und auch die Sehnsucht ist nicht mehr so groß. Eigentlich verspüre ich sie gar nicht mehr. Nur sehr selten, wenn mich etwas ganz plötzlich so richtig stark an ihn erinnert, so das ich plötzlich seinen Blick wieder auf mir spüre, sein Lächeln das seine Lippen umspielt, ich ihn sogar wieder riechen kann. Seine Küsse spüre und auch sein Gesicht so deutlich vor mir sehe, wie ich es normalerweise nicht mehr in Erinnerung habe. Aber, doch, es gibt diese Momente. Aber nur sehr selten. Und sie sind auch kurz, ich will nicht einmal mehr daran festhalten, sie aber auch nicht vertreiben. Es ist ok so wie es gerade ist. Ich bin beruhigt. Es hat auch lange genug gedauert. Ich bin schon gespannt auf seine nächste Mail. Wenn wir nun endgültig endlich "Freunde" werden könnten, das wäre sehr schön. Lange hatten wir ja nun gar keinen Kontakt und nun fängt es doch wieder an. Ich hoffe er hält nun daran fest. Ich finde es nur sehr schade das er nicht auf meinen Brief einging. Das hätte ich verdient. Aber ich will nicht mehr weiter bohren. Zum einen ist es mir unangenehm und zum anderen spielt es keine sehr große Rolle mehr. Es wäre mir natürlich lieber eine direkte Antwort zu bekommen. Aber scheinbar will oder vielmehr glaube ich dass er es nicht kann. Ich will ihn nicht dafür und für alles andere verurteilen. Ich will nur das beste für ihn. Meine Wut ist verflogen. Ich fühle mich tatsächlich besser nun. Und der Schwermut der mich ab und zu überkommt, der ist ganz in Ordnung so. Ich habe abgeschlossen mit diesem Kapitel, hoffe das sich nun eine Freundschaft entwickeln kann und bin offen für neues. Sagen wir mal so, das alles klingt sehr ... nun ja, gewöhnungsbedürftig. Und vor einigen Wochen oder gar Monaten hätte ich nicht glauben können einmal an diesem Punkt stehen zu können. Aber nun ist es tatsächlich so gekommen.

Ich hoffe das ich ganz bald wieder mit D. schreiben kann, oder halt eine Mail von ihm bekomme. Ich vermisse ihn wirklich. C. hat mir heute auch wieder eine Mail geschickt, das freut mich wirklich immer wieder. Ich werde D. jetzt dann noch eine kurze Mail schreiben, von wegen das ich an ihn denke oder so.

Ich muss ständig so sehr über meine Zukunft nachdenken, ich bin da wirklich unsicher. Einerseits will ich das und andererseits wieder was ganz anderes. Obwohl ich weiß das anderes sehr viel vernünftiger wäre und da mir das auch gefällt. Ach, es ist schwierig. Aber ich denke, ich werde morgen noch ein paar Bewerbungen fertig machen. Mit einer Ausbildungsstelle kann ich nichts falsch machen, solange mich der Job interessiert. Und wenn ich mal ehrlich bin, ist mein "Traumjob" in der Realität wohl nicht so wie ich mir das ausmale. Ziemlich sicher sogar. Dem sollte ich mir bewusst bleiben. Darum ist es ganz gut eine andere Bahn einzuschlagen, ich bin sicher, damit werde ich im Endeffekt glücklicher. Abgesehen davon kann man sich beruflich ja immer noch in andere Richtungen weiterentwickeln.. nur, ich will einfach alles richtig machen.

28.8.09 22:28


Der heutige Tag war alles in allem ganz in Ordnung. Ich war ja heute in der Stadt. Mit meiner Mutter und meinem Bruder.

Als wir mit dem Auto hinfuhren habe ich an der Straße wieder mal total viele Wahlplakate der NPD gesehen. Gott, wie mich die aufregen. So total ausleinderfeindlich, "Arbeit zuerst den Deutschen", "Heimreise statt Einreise" und ähnliches. Ich bin ja eigentlich nicht sehr politisch, aber das das nicht richtig ist, das sagt ja schon der normale Menschenverstand. Ganz abgesehen vom moralischen Aspekt - der meiner Meinung nach ohnehin der wichtigste ist - ist es auch gar keine Lösung zuerst den "Deutschen" die Arbeitsplätze zu überlassen, denn die anderen, die diese Stellen schon haben, haben diese ja nicht ohnegrund sondern wegen ihrer Qualifizierung bzw. Eignung erhalten. Bei manchen Menschen redet man da wohl auch einfach nur gegen eine Wand. Mich macht diese Einstellung aber auch einfach nur wütend. Ich sage nicht das die jüngeren Generationen sich aufgrund der Vergangenheit schuldig fühlen sollten, aber haben wir daraus denn gar nichts gelernt?

In der Stadt habe ich als erstes mal neue Bewerbungsfotos machen lassen. Ich will ja nun doch noch einige Bewerbungen schreiben. Ich finde die Fotos nicht sonderlich schön. Die anderen waren gelungener, aber sie sind schon in Ordnung. Ich hab mir auch noch so ein ganz tolles knuddeliges Kissen zugelegt. Das ist echt schön. Für das neue Schuljahr hab ich mir dann auch noch Ringbucheinlagen, ein vokabelheft und das Deluxe-Hausaufgabenheft vom Häfftverlag zugelegt. Ach, und das Album "Virtuoso" von David Garrett habe ich mir auch gekauft. Und von meiner Mutter, die das eigentlich alles bezahlt hat, hab ich auch noch eine neue Uhr für mein Zimmer bekommen. Die sieht echt schick aus. Die alte war ja kaputt. Zu hause hab ich nicht mehr viel erledigt, außer das ich meinem Vateer noch etwa eineinhalb Stunden geholfen habe.

Heute kam auch der neue IKEAkatalog, den hab ich kurz durchgeblättert. Da sind immer so viele Anregungen das ich so tolle Ideen für mein Zimmer bekomme, aber ich kann das alles nicht umsetzen. Weil ich hab ja Möbel die mehr als nur ok sind, die kann ich nicht einfach rausschmeissen, und so weiter. Ganz zufrieden bin ich halt nicht, aber was solls. Vielleicht darf ich meine Wände wenigstens noch streichen.

Mittlerweile sehe ich meinem ersten Discobesuch auch gar nicht mehr so skeptisch entgegen. Vielleicht wirds ja dann doch ganz lustig. Ist ja jetzt auch noch ne Zeit lang hin.

27.8.09 21:17


Zeit Luft zu holen

Dieser Tag war nicht wirklich erwähnenswert. Ich habe einfach so in den Tag hineingelebt, wieder einmal. Ohne etwas auszurichten, ohne Spaß zu haben. Nichts. Gar nichts. Ich habe einfach nur versucht die Zeit totzuschlagen. Obwohl ich wusste, was ich alles erledigen könnte. Es gäbe so viel zu tun. Doch aufraffen war mir heute ein Fremdwort. Ist es oft, wenn ich in diesem Trott erstmal gefangen bin. Aber morgen komm ich wieder mal raus, in die Stadt. Und dann wird das schon wieder. Ich muss mich jetzt endlich wieder zusammen reisen.

Mit C. verstehe ich mich sehr gut. Ich glaube er mag mich auch recht gern. Natürlich kennen wir uns noch nicht lange und nur durch Mails. Aber wir sind uns sehr ähnlich, in vielen Punkten. Er sagte mir das auch schon oft. Ich kann ihm viel anvertrauen, das ist merkwürdig. Das fällt mir in diesem Umfang schon sehr schwer. Klar, die "Anonymität" des Internets macht es einfacher. Doch, wenn ich ihm schreibe, seine Mails lese, fühle ich mich doch sehr wohl, geborgen und verstanden. Gerade eben habe ich ihm wieder eine Mail geschrieben, über so einen Zwiespalt in mir. Ich habe trotz allem worüber wir schon geredet haben, Angst er würde das schlecht an mir finden. Eigentlich könnte mir das egal sein. Ist es aber nicht. Ich hätte auch einfach schweigen können, aber ich wollte ihm davon erzählen. Ich glaube, er sieht dieses Thema vielleicht anders. Hauptsächlich ging es eben um das Thema Partys/Feiern. Ich bin da ja ziemlich zurückhaltend, kann nicht aus mir herauskommen, fühle mich unwohl obwohl ich eigentlich schon Lust hätte mal so richtig ausgelassen zu sein. Das ist schwierig in Worte zu fassen. Ich versteh mich ja oft selber nicht. Ich bin schon gespannt auf seine Mail. Ich finde es auf jeden Fall sehr schön, dass wir über uns über so vieles so ausführlich und gut unterhalten können.

Ich finds schade, dass ich jetzt schon wieder länger nichts von meinem D. höre. Hm, vielleicht schreib ich ihm morgen oder übermorgen mal eine kurze Mail, dass ich an ihn denke oder so. Die kann er dann lesen wenn er wieder zu Hause ist, vielleicht freut ihn das. Mich würde es freuen, sowas von ihm zu hören. Eben genau von ihm.

Gestern war ja so ein richtig schlimmes Gewitter. Es hat sich über Stunden gezogen. Diese Blitze waren Wahnsinn. Diese Atmosphäre, das was in der Luft lag. Ich mag das nicht. Ich fühle mich da so unglaublich unwohl. In diesen Momenten wäre es am allerschönsten jemanden neben mir zu haben, an dessen Körper ich mein Gesicht vergraben kann, der mich drückt.

Etwas sinnvolles habe ich heute schon gemacht. Ich habe nachgedacht über meine Zukunft. Wieder einmal. Ich komme immer zum selben Ergebnis. Zu einem Ergebnis das eigentlich gar keine Lösung ist. Aber was solls. Ich denke, es ist das beste nach meinem Realschulabschluss nächstes Jahr eine Berufsausbildung zu machen. Bei den anderen Wegen bin ich mir auch nicht so schlüssig, aber sie sind viel unsicherer. Und wenn ich meine Ausbildung habe, kann ich auf eigenen Beinen stehen, das alles weiter ausbauen, kann Geld verdienen. Ein Studium ist gar nicht unbedingt nötig für mich. Und falls ich doch noch will, mein Abi kann ich ja dann immer noch machen. Ich glaube so ist es am besten für mich. Und das mit den Sprachen, das wird wohl auch nichts beruflich. Zumindest nicht so wie ichs mir vorgestellt habe und so ähnlich ist es auch nicht das wahre. Ich geb diese Richtung aber noch nicht ganz auf, ich halts mal noch offen. Mal schauen wie es nun wirklich wird. Ich muss ja erst mal schauen ob ich überhaupt ne Zusage für eine Ausbildung bekommen würde in einem Beruf der auch ok wäre.

Ich finde N.s Verhalten gegenüber ihrem Freund bzw. Exfreund nicht sehr schön. Dieses ständige Hin-und-Her. Sie weiß nicht was sie will, ok, aber sie setzt ihn ständig diesen Launen aus, das ist nicht gut. Sie macht Schluss, daraufhin ist sie sich schon nicht mehr sicher, am nächsten Tag meint sie es könnte wieder klappen und nach dem sie sich geküsst haben macht sie doch wieder endgültig Schluss. Das muss schlimm für ihn sein. Aber für sie natürlich auch. Es fällt ihr ja nicht leicht. Das hört sich wohl jetzt meinerseits zu vorwurfsvoll an.

Heute hab ich auch einen neuen ComingOutBlog entdeckt, hab noch nicht so viel darin gelesen, aber scheint sehr interessant zu sein.

26.8.09 22:44





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